Flächenmonitoring, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Publikation:

Flächenentwicklung in Berlin  1991 – 2010 – 2030

12/ 2011 (wird alle fünf Jahre erstellt)
Berlin verfügt auch für die kommenden
Jahrzehnte noch über ein breit gefächertes
Angebot an Flächenpotenzialen für die
unterschiedlichsten Nutzungen. Vor allem
für Wohnen mit ca. 1.600 ha, Gewerbe
mit rund 1.160 ha und für neue Frei- und
Erholungsflächen mit rund 1.175 ha stehen
noch Potenziale in erheblichem Umfang zur
Verfügung. Ein Großteil dieser Flächen ist
hervorragend in die bestehenden städtebau­
lichen Strukturen eingebunden und bietet
alle Vorteile einer Lage in der Metropole
Berlin.
Mit dem umfangreichen Potenzialflächen­
angebot, das sich in hohem Maß aus der
Innenentwicklung, aus Umstrukturierungen
und Nachnutzungen speist, kann Berlin
auch weiterhin die Flächenansprüche
der wachsenden Metropole decken und
gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur
Innenentwicklung und zu einer sparsamen
Flächenneuinanspruchnahme im Sinn des
bundesweiten 30-ha-Ziels leisten. (S. 51)
Den größten Anteil an den aktuellen
Flächenpotenzialen (Stand 2011) hat mit
knapp 1.600 ha der Wohnungsbau (siehe
Grafik 21 und Karte E). Die Flächen finden
sich in sehr unterschiedlichen Lagen und
Größen über die gesamte Stadt verteilt.
Knapp zwei Drittel davon (972 ha) sind
Standorte der Innenentwicklung. Diese Flä­
chen sind in gut funktionierende städtebau­
liche Strukturen eingebunden und bieten
Möglichkeiten für sehr unterschiedliche
Ansprüche. Die übrigen für Wohnungsneu­
bau vorgesehenen Flächen gehen über
die Innenentwicklung hinaus und dienen
vorwiegend als längerfristige Potenziale.
Dazu zählen z.B. die zum Teil auf ehemaligen
Rieselfeldern liegenden vergleichsweise
großen Vorhalteflächen im Nordosten.

 

ABER:

„Familien wünschen
sich Einfamilienhäuser in
der Stadt“, S. 37
Folge u.a.:
Mit dem Paradigmenwechsel im Woh­
nungsbau zum Ende der 1990er Jahre (siehe
Kapitel 2.1) wurden zahlreiche Wohnungs­
bauplanungen auf Stadterweiterungs- und
Umnutzungsflächen bis auf weiteres nicht
mehr benötigt. Parallel dazu veränderte sich
die Nachfrage, sowohl nach städtischen, als
auch nach mehr einfamilienhausgeprägten
Wohnformen. Das führte zu Umplanungen
bereits erschlossener Flächen, um dort eine
Bebauung zu ermöglichen, die den geän­
derten Nutzerwünschen besser entsprach.
Beispielsweise wurden in den beiden
Wasserstadtprojekten Spandau und Rum­
melsburger Bucht sehr viel stärker einfami­
lienhausgeprägte Strukturen ermöglicht.
Noch deutlicher als bei den Flächen
war der Rückgang bei den geplanten Woh­
nungszahlen: Die Gesamtkapazität des Jahres
2000
betrug rd. 199.000 geplante Wohnun­
gen. 2010 sank der Wert um 30,6 % auf rd.
138.000. Betroffen von diesem Rückgang war
hauptsächlich der Geschosswohnungsbau,
denn die Zahl der in Einfamilienhäusern
geplanten Wohnungen ging nur geringfügig
von rd. 41.000 auf rd. 39.000 zurück. (S. 38)
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